
Platz in Havanna
Die kubanische Kunst zeigt in ihrem Verlauf eine klare Linie auf. Der Motivwahl und Epochen gehen stets politische und historische Ereignisse voraus. Sogar die sogenannte Malerei im Exil interpretiert sich geprägt von inselbezogenen Geschehnissen. Zu der kubanischen Kunst gehört auch die Kunst des Häuser Bauens. Zu deren beeindruckendsten Kunstwerken zählen Denkmäler der Altstädte Havannas und Santiagos. Einige Bauten gelten als Statussymbole für den erkämpften Reichtum. Sehr angesehen wird die kubanische Architektur durch Ausstellungen wie die Biennale Havanna mit Themen wie „Die Erhaltung der historischen Stadt“ und „Das Havanna der Zukunft“. Auch die Literatur gehört seit 1939 zu den kubanischen Künsten. Bis heute halten das kulturelle Bewusstsein und die Neugierde der Bevölkerung an und sorgen so für ein kulturelles Engagement und viel Tourismus.
Ernesto Rafael Guevara de la Serna (1928 – 1967), genannt Che Guevara, war ein zentraler Anführer der Kubanischen Revolution von 1957/58 und mit Fidel Castro deren bedeutende Symbolfigur. Ursprünglich hatte der Argentinier Medizin studiert, jedoch beschäftigte ihn das Elend der südamerikanischen Landbevölkerung so sehr, dass er nach Abschluss des Studiums und des Doktortitels viel herumreiste und sich mit den gesellschaftlichen Verhältnissen in den einzelnen Ländern auseinander setzte. Sein Werdegang zum Revolutionär begann in Guatemala und begleitete ihn über die Kubanische Revolution bis hin zum Tod. Viele seiner Schriften beeinflussten revolutionäre Strömungen weit über Kuba hinaus. Noch heute wird sein Leben wie Sterben in Medien, Filmen und Büchern betrachtet.
Eine Fotografie des „Che“ von Alberto Korda gilt als berühmtestes fotografisches Abbild einer Person. Noch immer hat Che Guevara viele Anhänger, die sich sein Porträt immer in Erinnerung behalten möchten. Neben der Fotografie kommt jetzt nun auch die Methode von Wandtattoos in Mode. Diese selbstklebenden Folien werden einfach auf Wand, Tür oder Fenster geklebt und können auch leicht wieder entfernt werden. Wer also Che Guevara für seine Heldentaten begehrt, sollte sich ein solches Wandtattoo „Che Guevara“ nicht entgehen lassen. Ob man es im Schlafzimmer oder im Wohnbereich anbringt ist jedem selbst überlassen. Diese neue Art von Kunst sieht nicht nur edler aus, sondern ist auch praktisch vielfältig.
Kuba (span. Cuba) ist ein Inselstaat in der Karibik und grenzt an den Golf von Mexiko, den Atlantischen Ozean als auch an das Karibische Meer. Kuba ist in 14 Provinzen, darunter Havanna, und das Sonderverwaltungsgebiet Isla de la Juventud unterteilt. Die Amtssprache ist Spanisch. Wer also als Tourist nach Kuba reist, der sollte am besten Spanisch lernen. Hierzu werden bei Fernhochschulen entsprechende Spanisch Sprachkurse angeboten.
In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts geriet Kuba unter spanische Kontrolle und wurde innerhalb weniger Jahrzehnte fast ausgerottet. Nach gescheiterten Kriegen, den Unabhängigkeitskämpfen, der anschließenden Besatzung Kubas durch die USA, der Revolution 1959 und der sogenannten Kubakrise flüchteten tausende Kubaner nach Florida. Noch heute leidet diese Kolonie unter wirtschaftlichen Sanktionen. Durch die Auflösung der Sowjetunion und des Ostblockes wurde die kubanische Infrastruktur schwer getroffen. Es waren kurzzeitig weder Auto Ersatzteile, Auto Aufkleber noch Treibstoff verfügbar, sodass der öffentliche Verkehr stark darunter litt. Es gibt eine einzige Autobahn in der Karibik, die durch Kuba führt und somit einen Push-Faktor bietet. Jedoch wird diese aufgrund des geringen Motorisierungsgrades nur schwach befahren. Da man als Privatmann kein Auto besitzen darf – ausgenommen von Autos, die vor der Revolution im Lande waren – werden diese Oldtimer immer älter und somit auch immer weniger nutzbar.
Für Kubaner ist das Essen sehr wichtig und sie lassen sich oft viel Zeit bei der Zubereitung und beim Verzehr. Zu den Hauptbestandteilen eines kubanischen Gerichtes gehören Reis, Bohnen, Hühnchen sowie Obst, Rohkost, Gehacktes und Eier. Wer hier Lust auf Fast Food hat, muss leider darauf verzichten. Kubaner essen und kochen selten fette und ungesunde Gerichte. Zu den Nationalgerichten Kubas gehören Ananasgemüse, „Conejo con ajo“ (Kaninchen in Öl mit Gewürzen), „Ochinchin“ (Krebsfleisch mit Kresse und Mandelmus) und viele weitere. In Havanna befinden sich einige schöne Restaurants und Straßencafés, wo man von bester kubanischer Küche bis zu exklusiven Meeresfrüchte-Spezialitäten vorfinden kann.

Daiquiri Cocktail
Zu den favorisierten Plätzen gehören das Restaurant „La Guarida“, das seit dem Film „Fresa y chocolate“ („Erdbeer und Schokolade“) fast immer ausgebucht ist, die urgemütliche, von Touristen geliebte Bar „La Bodeguita del Medio“ und „Papa Hemingways“ Stammlokal „El Floridita“, das mit leckeren Daiquirí-Cocktails überzeugt. Neben dem Daiquirí zählt der erfrischende, alkoholische Mojito zu den beliebtesten Landesgetränken Kubas. Wer Cocktails sucht, der findet in Havanna eine ganze Menger fantastischer Cocktail Bars. Hier kann man das Flair, wie man es aus manchen Filmen kennt live bei einem leckeren Cocktail erleben.
Havanna (spanisch La Habana, englisch Havana), die Hauptstadt von Kuba, ist mit rund zwei Millionen Einwohnern die viertgrößte Stadt in der Karibik. Aufgrund der günstigen Lage zu einem wichtigen Handels- und Militärhafen entwickelte sich die Stadt so gut, dass Havanna heute der bedeutendste Industriestandort von ganz Kuba ist. Hierbei wird der Schwerpunkt der Produktion auf Metallwaren, Maschinen, chemischen Erzeugnissen als auch auf Spirituosen (z.B. Rum Havana Club), Tabakwaren und Textilien gelegt. Früher wurde die heutige Hauptstadt von unzähligen Piratenangriffen geplagt und somit später zur am stärksten befestigten Stadt Amerikas ausgebaut. Besonders interessant ist die Altstadt Havannas, die mit barocken und neoklassischen Monumenten geziert ist. Eines der schönsten Gebäude ist der ehemalige Gouverneurspalast („Palacio de los Capitanes Generales“), der mit der Hafenfestung dem Stadtteil einen neuen Glanz verleiht.

Kapitol in Havanna
Zu den touristischen Attraktionen gehören der restaurierte Plaza Vieja und die Calle Obispo, aber vor allem der Platz der Revolution („Plaza de la Revolución“), der an bedeutende Freiheitshelden, wie Che Guevara, erinnert. Jedoch wurden nicht alle Stadtteile restauriert. Zu den Ausnahmen gehört auch das Centro Habana (Zentrum), was sich deutlich an den zerfallenden Gebäuden erkennen lässt. Aber genau dieser Verfall verleiht Havanna diesen unvergleichlichen morbiden Charme.